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Donau Radwanderweg Teil 2

Über den Blog

Mit dem Fahrrad die Donau von der Quelle bis zur Mündung fahren.

Den ersten Teil von Donaueschingen bis Wien habe ich letztes Jahr solo absolviert.
Nun geht es von Wien Richtung Schwarzes Meer (konkret bis nach Russe in Bulgarien) und dieses Mal habe ich 3 Mitstreiter.
Schurli ist von Beginn mit dabei, Wolfgang ab Budapest und Lisbeth ab Negotin (beim Eisernen Tor).

Für nächstes Jahr steht dann noch das Donaudelta auf dem Programm.

Reisestatistiken

Reisebericht Posted on 05 Oct, 2016 11:39:28

Reisezeitraum:
Mittwoch, 7.9.2016 – Sonntag, 2.10.2016

Reisedauer:
25 Tage (inklusive 1 Tag Unterbrechung in Belgrad).

Wegstrecke:
2.066 km (alle gefahrenen Kilometer in den 25 Tagen)
1.694 km ab Budapest
488 km Negotin – Russe

Tagesschnitt:
83 km

Befahrene Länder:
Österreich, Slowakei, Ungarn, Kroatien, Serbien, Bulgarien, Rumänien

Wetter:
Durchgehend Schönwetter, anfangs mit Temperaturen über 30 Grad, dann Abkühlung auf angenehm herbstliche Temperaturen.
Schlechtwettereinbruch unmittelbar mit Reiseende.



Von Bukarest nach Wien

Reisebericht Posted on 05 Oct, 2016 11:01:16

So eine Busfahrt von Bukarest nach Wien dauert auch an einem Sonntag mit wenig Verkehr 17 Stunden und ist alles andere als lustig… Es gibt inzwischen zwar schon einige Kilometer Autobahn aber überwiegend geht die Fahrt durch Rumänien über Landstrassen.

Die Fahrt duch die Karpaten war schon beeindruckend. Stauseen, Berge bis 2.500 Meter und viel herbstlicher Wald. In einem Dorf – in dem wir eine Ruhepause eingelegt haben – hielt in einer protestantischen Kirche der Pastor gerade seine Predigt in Deutsch.

Nach einiger Zeit interessiert einen aber eigentlich nichts mehr und man wünscht sich nur mehr anzukommen. So um 22:00 war es dann endlich soweit und wir sind in Wien eingetroffen.

Von der Elite Garage in der Wagramer Straße hat uns Laura (unsere Tochter) abgeholt und Lisbeth und das Gepäck mitgenommen. Wolfgang und ich haben auf den Rädern die letzten 10 km unserer Reise in Angriff genommen. (Die Räder hätten nicht mehr ins Auto gepasst)

Nach 25 Tagen mit bestem Reisewetter hat uns auf diesen letzten Metern dann doch noch der Schlechtwettereinbruch erwischt und wir sind ein wenig nass geworden.
(So richtig zu regnen hat es aber erst begonnen als wir schon Zuhause waren)



Von Russe nach Bukarest

Reisebericht Posted on 01 Oct, 2016 20:44:26

Heute früh waren wir nur noch 5 die die extra Etappe von Russe nach Bukarest in Angriff genommen haben. Vom Elite Büro in Wien haben wir einen Track für die Strecke inklusive einer interessanten Route durch Bukarest übermittelt bekommen – nochmals Danke dafür und für die Ermöglichung dieser Extra-Etappe.

Wir sind um 8:00 Uhr bei herbstlichem Hochnebel aufgebrochen und haben noch eine Runde durch die morgendlich stille Fußgängerzone und ein Parkgelände in Russe gemacht und sind dann über die Donaubrücke – für die hier eine Maut fällig ist – nach Rumänien gefahren.


Ein letzter Blick auf die morgendliche Donau.

Besondere Höhenanforderungen gibt es auf dieser Strecke nicht. Eine größere Geländestufe gibt es und dann noch einige kurze Senken ansonsten geht es recht eben dahin. Damit wir nicht zu übermütig werden haben wir eklige Schotter- und Lehmstraßen mit ins Programm bekommen. Aber außer dieser Straße hätte es nur noch die fade und stark befahrene Schnellstraße gegeben.

Nach der halben Strecke haben Schurli und ich unsere 2.000 km seit Wien gefeiert.
Von links: Wolfgang, Schurl, Gerhard, Franz und Ernstl

Aus der Strecke durch Bukarest haben wir eine Stadtbesichtigung per Fahrrad gemacht und die Elite-Strecke mit Insiderwissen von Wolfgang ergänzt. Ein Italiener, ein Innenstadt Straßencafé und das Bukarester Hard Rock Cafe waren mit im Programm.

Tag 25: (ich muss noch den Fehler in der Nummerierung der Vortage suchen)
Wetter: Morgendlicher Hochnebel, zeitweise sonnig, am Nachmittag bewölkt.
Temperatur: morgens: 14 Grad, nachmittags über 20 Grad
Distanz: 104 km
Gesamt: 2057 km
Zielort: Bukarest



Der letzte offizielle Radtag

Reisebericht Posted on 30 Sep, 2016 22:30:59

Heute, Freitag ist der letzte offizielle Radtag der Bulgarische Donau Tour.
Ja die Vermutung stimmt, es gibt danach noch einen inoffiziellen letzten Radtag,
doch davon später.

Mit dem Reisewetter haben wir wirklich Glück: Schon wieder ein super Herbsttag mit angenehmen Temperaturen, keine Wolke am Himmel und wenig Wind.
Die Strecke ist heute herausfordernd, in Summe so knapp an die 1.000 Höhenmeter, die längste Steigung mit mehr als 200 Höhenmetern am Stück und 8% Steigung. Nicht wirklich schlimm aber ins Schwitzen kommt man (zumindest ich) schon.

Vor dem Etappenstart haben wir noch das Römerlagers Novae besichtigt. Von der Uni Warschau perfekt aufbereitet.

Lasst Euch nun von den Bildern des Tages beeindrucken:

10 km vor Russe haben wir noch einen Abstecher zu den Felskirchen von Iwanovo gemacht.
Diese Klosteranlage war vom 13. Bis zum 17. Jahrhundert bewohnt und hatte 41 Kirchen und rund 300 Zellen. Eine dieser Kirchen, die Felskirche der Jungfrau Maria, kann man besichtigen und bekommt die Wandgemälde und ihre Bedeutung gut erklärt.
Für Interessierte wieder der WIKIPEDIA Link: https://de.wikipedia.org/wiki/Felskirchen_von_Iwanowo

Jetzt aber zum inoffiziellen letzten Radtag, der Fahrt nach Bukarest.
Ernstl sei Dank und dem Georg von Pillichsdorf – hat die Elite Zentrale einer Extrafahrt mit dem Rad von Russe nach Bukarest zugestimmt. (Das ist ein Insider-Scherz den ich aber gerne im persönlichen Gespräch erkläre) und so werden wir morgen zu sechst statt einer Stadtbesichtigung eine weitere Etappe fahren. Mit dieser Etappe werden Schurli und ich mehr als 2.000 km am Stück gefahren sein. Da Schurli morgen auch noch Geburtstag hat werden wir auch das gebührend feiern!

Tag 22:
Wetter: Wolkenlos
Temperatur: morgens: 11 Grad, nachmittags bis zu 28 Grad
Distanz: 84 km
Gesamt: 1953 km
Zielort: Russe



DANUBE PARKS

Reisebericht Posted on 29 Sep, 2016 17:28:12

Die heutige kurze Etappe (60 km) wurde mit den Restkilometern von Vorgestern und einer Vorleistung für morgen auf 82 km verlängert. Dazu sind wir einige Kilometer über Svisthov hinausgefahren und wurden dann mit unserem Tourbus zum Hotel zurückgebracht.

Morgen früh wird uns der Bus dann … na ja, Ihr wisst schon. Schon ein wenig verrückt die Welt, oder?

Wer gute Fotos machen will …


Zentrales Ereignis (mit Verlesung der Parkdetails während der einstündigen Anreise vom letzten Hotel) war der „Nature Park Persina“ an der Donau.
Dieser Park gehört zum Donaupark Netzwerk das sich über den gesamten Flusslauf verteilt. Unser Donau-Auen Nationalpark gehört da auch dazu.

Persina ist, so wie die anderen Donauparks, ein Rückzugsgebiet für viele bedrohte Pflanzen und Tiere

Die Webseite des Parks findet Ihr unter: www.persina.bg

Die EU hat da ein Projekt über alle 10 Donauländer gestartet:
DANUBE PARKS 2.0 network of protected areas

Auch eine Ausgrabungsstätte darf im Tagesprogramm nicht fehlen, direkt in unserem Zielort Svisthov an der Durchfahrtstrasse liegt das perfekt aufbereitete Ausgrabungsgelände des Römerlagers Novae.

Neben den maroden Straßen und den renovierungsbedürftigen Häusern wirkt diese aufgepeppte Ausgrabung irgendwie deplaziert.

Tag 21:
Wetter: Wolkenlos
Temperatur: morgens: 10 Grad, nachmittags bis zu 25 Grad

Distanz: 82 km
Gesamt: 1859 km
Zielort: Svishtov



Auf der schöneren Seite

Reisebericht Posted on 29 Sep, 2016 06:23:25

Wir hatten heute eine Tagesetappe von mehr als 90 Kilometer auf dem Plan. Da wir gestern nicht die komplette Route abfahren konnten kamen nochmals 15 Kilometer dazu. Am Ende des Tages hatten wir zwar etwas mehr als unsere 90 Kilometer auf dem Tacho, die Differenz vom Vortag aber nicht aufgeholt.

Als ich heute Morgen im Radführer gelesen hatte dass die Radstecke auf der bulgarischen Seite viel schöner ist als die auf der rumänischen, war ich sehr erstaunt. Den letzten Tag Revue passieren lassend hatte ich nicht den Eindruck dass hier etwas schöner sein könnte. Der heutige Tag hat mich aber dann eines Besseren belehrt: die Landschaft war heute so richtig beeindruckend. Da spielt sicherlich auch der Sonnenschein eine Rolle, wir hatten heute den ganzen Tag ausgezeichnetes Wetter und angenehme Temperaturen.

Aber zurück zur heutigen Route. Es ging Hügel auf und ab immer ein Stück oberhalb der Donau dahin. Wir hatten Steigungen zu bewältigen und konnten lange Abfahrten und eine gute Aussicht genießen. Hin und wieder kam uns ein Fahrzeug entgegen aber der Verkehr ist auf dieser Strecke kein Problem.


An der Ausgrabungsstätte der römischen Stadt Ulpia Eskus sind wir zwar ganz dicht vorbeigefahren aber die steht leider nicht am Reiseplan genauso wenig wie ein Stück davor an Augusta und einer Ausgrabung in Lom. (Nix kultura)

Josef (einer der Tour-Guides) wurde kurz vor Ende unserer Tagesetappe noch von einem Hund gebissen.
Lisbeth und ich sind mit ihm in Pleven aus dem Bus ausgestiegen und mit einem Taxi in ein naheliegendes Krankenhaus gefahren um eine Tetanus Impfung und ein Antibiotikum zu bekommen.
Leider gab es im 1. Krankenhaus keine Notaufnahme und man gab uns die Adresse einer Poliklinik. Dort gab es aber keinen Arzt der uns hätte helfen können aber es gab wenigstens eine Dame die ein wenig Englisch konnte und uns die Adresse eines dritten Krankenhauses auf einen Zettel schrieb. Wir hatten auch im ersten Krankenhaus so einen Zettel bekommen, die Taxifahrer sprechen hier auch nur bulgarisch und das mit der Cyrillischen Schrift ist ja nicht so einfach.
Im dritten Krankenhaus gab es wieder keinen Arzt der Englisch oder Deutsch oder Italienisch gesprochen hätte (einer sprach Spanisch) aber wir haben die Spritze und eine desinfizierende Wundbehandlung bekommen.

Nach der heutigen einstündigen Rückfahrt mit dem Bus geht es dann morgen früh wieder zurück zu unserer heutigen Endstelle und von dort weiter mit dem Rad.

Tag 21:
Wetter: Wolkenlos
Temperatur: morgens: 9 Grad, nachmittags bis zu 25 Grad

Distanz: 94 km
Gesamt: 1777 km
Zielort: Oryahovo (Quartier nochmals Park Hotel Kaylaka)



In den Hügeln neben der bulgarischen Donau

Reisebericht Posted on 27 Sep, 2016 20:41:12

Nach dem mäßigen Abendessen servierte unser Hotel Dunav in Lom noch ein erbärmliches Frühstück. Ein Teller mit ein wenig Hartwurst, ein kleines Stückchen Käse, 2 Tomatenscheibchen und 2 Gurkenstiftchen und eine Semmel. Die Frage nach einer 2. Semmel wurde negativ beschieden. Zu trinken gab es Kaffe oder Tee aus einem Maschinchen das Pads verarbeitete und mit Wasser aus einer Plastikflasche gefüllt wurde. Leider reichten die Pads nicht für alle so bekamen die letzten3 einfach gar nichts zu trinken. (Siehe auch den Kommentar von Wolfgang zum gestrigen Bericht)

Wir haben uns dann in der nächsten Ortschaft mit Kaffee und Kipferl (die haltbaren aus dem Sackerl) schadlos gehalten.

Das heutige Hotel macht da einen wesentlich besseren Eindruck, eine zwar auch in die Jahre gekommene aber immer noch feudale Hütte. Aber nichts verschreien – ich berichte da noch – wir bleiben ja 2 Nächte hier.

Heute haben wir 80 km in der bulgarischen Hügellandschaft neben der Donau erstrampelt.
Wenig Ortschaften am Weg und viele abgeerntete Felder bzw. Felder mit abgetrocknetem Mais.
Da ich nicht nur über Schlaglöcher und marode Häuser schreiben möchte fällt der Streckenbericht heute kurz aus. Einige Fotos gibt es aber trotzdem.

Zum heutigen und morgigen Hotel sind wir dann noch 80 km mit dem Bus gefahren. Es ist dieser Gegend schwierig für eine Gruppe von 17 Personen die nur eine (oder 2) Nacht bleiben ein Quartier zu finden. Morgen früh geht es dann mit dem Bus wieder zu unserem heutigen Endpunkt zurück und wir setzten unsere Tour von dort fort.

Zur geführten Tour allgemein:
Ich hatte mir schon gedacht dass nach 2 ½ Wochen selbständiger Etappenplanung der Einstieg in eine geführte Tour gewöhnungsbedürftig sein wird. Ich werde aber erst am Ende der Tour zusammenfassend darüber berichten.
Vorab nur so viel: Es gibt einige Dinge die ich sehr zu schätzen weiß und einige die mich doch stören (No, na würde ein Wiener jetzt sagen ;-)).

Ach ja, das sind Ernstl und Josef unsere beiden Guides.
Die machen einen hervorragenden Job!

Tag 20:
Wetter: Hochnebel bis Mittag
Temperatur: Vormittags 9 – 14 Grad, Nachmittags um die 20 Grad

Distanz: 81 km
Gesamt: 1683 km
Zielort: Oryahovo (Park Hotel Kaylaka nahe Pleven 82 km entfernt)

Technik:
Keine Probleme



Etwas gemächlicher von Vidin nach Lom

Reisebericht Posted on 26 Sep, 2016 21:40:23

Unsere gestrige Beschwerde hat geholfen. Wir waren heute zwar nicht wesentlich langsamer als gestern, die Geschwindigkeitsrekorde von gestern (speziell beim Bergabfahren) gab es aber nicht mehr und die Pausen waren besser geplant und länger. Trotz des schlechteren Wetters also ein super Radtag.

Wir sind durch eine hügelige Landschaft auf der Landstraße entlang der Donau gefahren. Leider war die Transitroute gesperrt und der ganze Schwerverkehr war auch auf unserer Landstraße unterwegs.
Anders als bisher sind die Fahrer hier aber rücksichtvoll mit uns umgegangen, die Landstraße hat nicht viele Möglichkeiten geboten uns zu überholen die Sattelschlepper sind aber friedlich hinter uns hergefahren bis es wieder eine Möglichkeit zum Vorbeifahren gab.

Es gab – wie man sieht – auch noch andere langsame Verkehrsteilnehmer.

Nach etwas mehr als der halben Strecke sind wir auf einen Nebenweg zum orthodoxen Kloster Dobridolski abgebogen. Dieses wiederbelebte Kloster ist mehr als 1.000 Jahre alt. Es macht zwar einen bewohnten Eindruck wir bekamen aber niemanden zu sehen.

In Lom haben wir dann eine ausgiebige Stadtrundfahrt mit den Rädern gemacht – es gibt halt nicht viel zu sehen hier.
Dieser ehemalige Zollhafen zwischen Bulgarien und Rumänien ist seit der EU Mitgliedschaft beider Länder bedeutungslos geworden.

Das Hotel in dem wir heute übernachten gehört nicht zu den Vorzeigebetrieben Bulgariens. Über dem Eingang ist von den 3 Sternen nur mehr einer übriggeblieben, das Schwimmbad schein seit Jahren außer Betrieb zu sein, das Zimmer ist mehr als abgewohnt und das Abendessen war das schlechteste unser gesamten Reise. Minus 3 Sterne ist meine persönliche Bewertung.

Während ich diesen Text schreibe hat die lautstarke Livemusik einer Feier hier im Hotel begonnen. Wir sind in unserem Zimmer so richtig mit dabei, leider ist es nicht so gar nicht unsere Musikrichtung.

Tag 20:
Wetter: Nach Regen in letzten Nacht bleibt es den ganzen Tag stark bewölkt.
Temperatur: 14 – 18 Grad.

Distanz: 72 km
Gesamt: 1602 km
Zielort: Lom

Technik:
Keine Probleme



Bulgarische Donau mit Elite Tours Tag 1 Von Negotin (SR) nach Vidin (BG)

Reisebericht Posted on 25 Sep, 2016 21:09:29

Lisbeth ist mit der Reisegruppe aus Wien gekommen und macht diese Woche auf einem e-Bike mit. Außer Ihr gibt es noch 4 e-Bike Fahrer. Mit einem 2. Akku ausgerüstet kommt man mit e-Bikes inzwischen gut über den Tag.

Nach einem ausgiebigen Frühstück sind wir um 8:30 zu unserer Tour nach Vidin aufgebrochen.

Hier das Gruppenfoto bei der Abfahrt

Und das ist unser Busfahrer Bobby, ausgesprochen freundlich und hilfsbereit.

Der Grenzübertritt als Reisegruppe war problemlos, die Erfassung aller Pässe trotzdem obligat.

Auf er bulgarischen Seite ergab sich ein ärmlicherer Eindruck als auf der serbischen, obwohl die Finanzdaten den Bulgaren eine höhere Kaufkraft zuschreiben.

Man war hier jedenfalls genauso freundlich wie bei den Serben und hat uns in den Dörfern begrüßt und angefeuert.

Ankunft in unserem Vidin war um 14:30. Die Stunde Zeitunterschied zu Bulgarien abgerechnet nach 5 Stunden Fahrzeit. Selbst ich als Nachzügler erreichte bei mehr als 200 Höhenmetern noch einem Schnitt von mehr als 19 km/h. Wolfgang, Lisbeth und ich haben bei der Abendbesprechung für ein langsameres Tempo und Zeit zum Fotografieren plädiert, mal sehen wie das morgen wird.

Vidin ist ein nettes Städtchen mit einer Burgruine, vielen schönen neuen Häusern, vielen Ruinen und Schlaglöchern, macht aber einen durchaus positiven Eindruck.


Tag 19:

Wetter: Schon wieder perfektes Radwetter.

Distanz: 65 km
Gesamt: 1530 km
Zielort: Vidin (BG)

Technik:
Keine Probleme



Von Kladovo nach Negodin

Reisebericht Posted on 25 Sep, 2016 06:44:07

Zum Frühstücken sind wir von Kostol wieder in die Fußgängerzone von Kladovo zurückgefahren. Kaffee und ein Platz an der Sonne vom Katteehaus und etwas zum Essen von der Bäckerei gegenüber. So lässt es sich leben.

Da immer wieder mal Ladegeräte, Doppelstecker oder andere Kleinteile zurückbleiben konnten wir bei einem chinesischem „Wir haben Alles“ Laden“ (ähnlich unseren 1€ Shops) für Ersatz sorgen. Ich hatte dort schon am Vorabend „Gummi-Ringerl“ als Ersatz für die gerissene Sensor-Befestigung meines Fahrradcomputers bekommen.

Noch ein kurzer Stopp beim Supermarkt (Obst und Riegel) und am Parkplatz spricht uns ein alter Herr an der in Bregenz gearbeitet hat. Die Menschen hier in der Gegend (Grenzbereich zu Rumänien und Bulgarien) sind alle sehr freundlich und gesprächsbereit.
Als wir ein Stück weiter die Überreste der Trajansbrücke besichtigt haben hat uns ein anderer alter Mann angesprochen der – Ihr ahnt es schon – auch in Bregenz gearbeitet hat.
Nein, der nict!

Der war es.

Unser heutiger Gastgeber, der Eigentümer der Villa Deluxe in Negodin hat uns erklärt, dass hier viele Walachen (romanisch sprechende Volksgruppe) leben. Viele von ihnen arbeiten im Ausland als Gastarbeiter, kommen aber überwiegend wieder zurück. Er kann je nach Dorf sagen wo sie wahrscheinlich gearbeitet haben. Viele aus Kladovo eben in Vorarlberg.


Jetzt aber ein wenig Geschichte zur Trajansbrücke:
Diese Römerbrücke war die erste dauerhafte Donaubrücke im südosteuropäischen Raum.
Sie blieb zwar nur etwa 150 Jahre stehen, aber erst 1.000 Jahre später wurde woanders eine längere Brücke gebaut.
https://de.wikipedia.org/wiki/Trajansbrücke

Wir waren heute fast ausschließlich auf Nebenstraßen unterwegs und hatten so – einer langen Donauschleife folgend – 80 Kilometer statt 40 Kilometer nach Negodin. Bei 1A Radwetter ein echtes Vergnügen!

Ein gutes Stück des Weges waren Schotterstraßen entlang dem Donauufer.

Leider war der Weg an einer Stelle durch einen Erdrutsch versperrt und wir mussten einen Umweg mit Bergwertung auf losem Schotter machen. Da half nur Absteigen und Schieben.

Schurli der uns wieder einmal ein gutes Stück voraus war (Wolfgang und ich fotografieren einfach zu viel) musste bei der versperrten Stelle umdrehen und hat dabei auch gleich Bekanntschaft mit den Brombeersträuchern gemacht. Ein Stück weiter konnten wir von der Hauptstraße wieder zur Donau zurück und den Uferweg bis zur letzten Staustufe der Donau, dem Kraftwerk Eisernes Tor 2, genießen.

Bei unserer Fahrt neben der Donau haben wir das Kreuzfahrtschiff Nestroy gesichtet auf dem 2 Freunde von Schurli unterwegs sind. Er hat versucht sie an der Schleuse zu erreichen, aber der Weg zur Schleusenanlage war zu weit und durch einen Grenzübergang noch deutlich verzögert.
Dafür hat er den Grenzbeamten mit seiner halben Ausreise und Einreise erhebliches Kopfzerbrechen bereitet.

In Negotin haben wir dann bis ½ 8 auf den Elite-Bus warten müssen.
Die hatten bei den Grenzübergängen auch erhebliche Zeitverluste.
Beim Abendessen wurden wir in der Gruppe herzlich aufgenommen und waren denn nicht mehr zu Dritt sondern 16 Rad- und 1 Busfahrer.
Aber davon mehr ab morgen …

Tag 18:
Wetter: Durchgehend sonnig.
Morgentemperatur: 8 Grad,
Mittagstemperatur über 20 Grad.
Schon wieder perfektes Radwetter.

Distanz: 88 km
Gesamt: 1465 km
Zielort: Negodin

Technik:
Keine Probleme



Eisernes Tor – 2.Akt

Reisebericht Posted on 24 Sep, 2016 08:15:10

Falls jemand vergessen hat wer wir sind, hier wieder ein Gruppenfoto:

Gestern waren wir unsicher ob wir uns mit einem Boot durch die Engstelle beim Eisernen Tor bringen lassen sollen. Unser letzter Gastgeber bietet diesen Service an, aber wir hatten dann doch Bedenken wegen der Temperatur am Wasser und sind doch mit den Rädern gefahren. Rund um diese Engstelle gab es wieder einige Höhenmeter zu erklimmen, der geringe Autoverkehr und die atemberaubende Landschaft machten es aber zu einem durchgehenden Vergnügen.

Unser Mittagessen hatten wir am Donaustrand in einer netten Kneipe.
Der intensiven Empfehlung des Wirtes folgend hatten wir dann das teuerste Gericht der Karte auf der Rechnung. Für hiesige Verhältnisse „sauteuer“, für uns aber noch immer OK.
(Das deutlich umfangreichere Abendessen in Kladovo kostete dann nur die Hälfte.)

Der Staudamm beim Kraftwerk Eisernes Tor 1 ist auch ein Grenzübergang. Wir haben das genutzt um einen rumänischen Kaffee zu trinken. Der Grenzübertritt ist sehr zeitaufwändig da auf beiden Seiten die Pässe bzw. Personalausweise eingelesen und damit überprüft und registriert werden.

Beim Kaffee auf einem alten Schiff haben wir die Donau Kilometer Markierung 939 gesehen. D.h. dass wir im Laufe des heutigen Tages auch 1.000 Fluss Kilometer zwischen uns und Wien gebracht haben.
Frage ans Publikum: Bei welchem Fluss Kilometer liegt Aspern? (oder zumindest Wien allgemein?)

Auf der rumänischen Seite, die wir schon den ganzen Tag im Sonnenschein beobachten konnten ist das Verkehrsaufkommen deutlich höher. Speziell nach unserem kurzen Ausflug nach Rumänien sind wir sicher: Für Radfahrer ist die serbische Seite die bessere!

Wir sind heute bei einer netten, älteren Dame einquartiert bei der es kein WLAN gibt.
Ich werde den Bericht aber sobald wie möglich. (Frühstück, 1.Kaffee, 2.Kaffee, …) absenden.

Morgen haben wir unsere letzte Etappe als 3er Tem.
Wir treffen morgen Abend in Negotin das Elite-Team (mit Lisbeth)
und werden dann die Reise als Radreisegruppe gemeinsam fortsetzen.

Ach ja, noch eine Frage: Wer von uns ist das?

Tag 17:
Wetter: Durchgehend sonnig. Morgentemperatur: 5 Grad, die Temperatur stieg aber zügig, Mittagstemperatur über 20 Grad. Perfektes Radwetter.

Distanz: 86 km
Gesamt: 1377 km
Zielort: Kostol (bei Kladovo)

Technik:
Heute waren meine vorderen Bremsbeläge fällig.
Das schleifende Geräusch vom Vortag war immer öfter und stärker zu vernehmen gewesen.
Es kam von der Rückstellfeder der abgenutzten Beläge.



Eisernes Tor – 1.Akt

Reisebericht Posted on 22 Sep, 2016 22:22:48

Nach dem Frühstück in Golubac sind wir an der Ruine Golubac vorbei in den Nationalpark Derdap gekommen. Der Nationalpark auf der Rumänischen Seite heißt Portile de Fier. Beides steht für Eisernes Tor.

Vor 1900 war hier ein gefürchtetes Stück Donau das nur schwer zu befahren war. Die Regulierung brachte hier deutliche Erleichterung und seit dem Bau des Kraftwerkes Eisernes Tor 1 ist der 150 km lange Staubereich auch für die Schifffahrt einer der attraktivsten Donauabschnitte.

Der heutige Höhepunkt war Lepesnki Vir – eine urgeschichtliche Ausgrabungsstätte. Die Funde hier sind zu 9000 Jahre alt und liegen in vielen Schichten übereinander. Trotz der immer wiederkehrenden Überflutungen wurde dieser Kultplatz immer wieder besiedelt. Besoders das Amphitheater ähnliche Ausstellungsgebäude beeindruckt.

Gleich danach hatten wir auf einem alternativen Wegstück 2 Bachquerungen und dann auf der Hauptroute noch 200 Höhenmeter am Stück zu bewältigen (so ein kleiner Kahlenberg oder ein Steinerberg)

Jetzt im September kommt die Sonne nur an wenigen stellen über die Bergspitzen und so bleibt es schön kühl. Manchmal auch ein wenig zu kühl …

Ja und jetzt noch zur zentralen Frage: ist die serbische Seite schöner oder die rumänische?
Wir könne das nicht schlüssig beantworten weil wir ja nur eine Seite gefahren sind. Uns hat die serbische jedenfalls ausnehmend gut gefallen.

Erinnert Ihr Euch noch an die Ungarin von gestern? (die mit dem Freund aus Malta)
Die hat mit einer Gruppe deutscher Radfahrer gesprochen die eben die eine Seite runter und die andere heraufgefahren waren. Ihr Gesprächspartner hat die serbische Seite als die „ohne Zweifel“ schönere gepriesen. Als er mal kurz weg war hat sein Kollege hinter vorgehaltener Hand gemeint: Stimmt gar nicht, die rumänische Seite ist viel schöner.

Wir werden also weiter mit dieser Ungewissheit leben müssen …

Tag 16:
Wetter: Überwiegend sonnig.
Morgentemperatur: 7 Grad, Morgennebel über der Donau,
Mittagstemperatur : stellweise (in der seltenen Sonne) über 25 Grad, sonst unter 20 Grad

Distanz: 67 km
Gesamt: 1291 km
Zielort: Donji Milanovac

Technik:
Das Licht von Wolfgang hat heute Morgen wieder funktioniert (da war wohl Wasser vom Reinigen drin)

Nach unseren Bachquerungen musste ich meine Vorderradachse bei justieren. (das hat mir Abfahrt von unserem 200er Hügel gründlich verdorben)



Wir bleiben auf dem serbischen Ufer

Reisebericht Posted on 21 Sep, 2016 21:26:11

Heute Mittag mussten wir uns in Banatska Balanka wieder mal entscheiden:

Auf der linken Donauseite bleiben und in Rumänien weiterfahren oder
mit der Fähre nach Ram übersetzen und rechts der Donau auf der serbischen Seite bleiben.
Wir haben uns für die rechte Seite entschieden und halten den Serben die Treue.


Mit der Fähre hatten wir richtig Glück. Wir sind ein paar Minuten vor Abfahrt der Fähre angekommen und die geht jetzt nur mehr alle 3 Stunden.

Telefonieren tun wir aber mit dem Rumänischen Netz, da gilt der deutlich günstigere EU Roamingtarif.

Seit Belgrad ist die Beschilderung der Radwege übrigens „erste Sahne”.
Die Qualität des Radweges geht zwar noch immer von sehr gut bis sehr schlecht, aber das Problem mit zu intensivem Straßenverkehr haben wir nicht mehr.

So genug nun vom Radweg. Die Landschaft ist noch immer beindruckend, die (schwach pigmentierten) Ortsansässigen sind freundlich und heute haben wir übermäßig viele Radfahrer getroffen. Zuerst ist uns eine Gruppe von 6-8 Tourenfahrern entgegengekommen – eine Boygroup die keine Zeit für einen Plausch hatte. Dann ein holländisches Paar bei der Suche nach unserem Vormittagskaffee. Und beim Kaffeetrinken dann noch ein Tandemgespann mit einem Malteser und einer Ungarin. Die Tandemfahrer haben die rumänische Donauseite gewählt und die Holländer biegen morgen Richtung Türkei ab. War eine richtig nette Unterhaltung.

Jede Menge wilde Hunde ist uns wieder kläffend nachgelaufen. Einer der uns zu unserer Fotosession gefolgt ist war dann aber streichelweich und hat nur um Aufmerksamkeit gebettelt. Wahrscheinlich beängstigt das Strampeln auf dem Fahrrad die Hunde und macht sie aggressiv.

Auf Wolfgangs besonderen Wunsch gibt es ein Gruppenfoto (von erwähnter Fotosession) von uns Dreien. Und da es noch drei Tage sind bis mit der Elitetruppe zusammentreffen ist ja auch ein guter Anlass, oder?

Also die nächsten 2 Tage sind wir beim Eisernen Tor unterwegs, das gibt sicher jede Menge gute Fotos.

Tag 15:
Wetter: Überwiegend sonnig. Morgentemperatur: 10 Grad, die Sonne im Rücken macht es aber recht angenehm, Mittagstemperatur so bei 20 Grad.
Kalter Wind seitlich und schräg von vorne, Nachmittags stark auffrischend.

Distanz: 88 km
Gesamt: 1224 km
Zielort: Golubac

Technik:
2. Platter bei Wolfgang, diesmal am Vorderrad (wieder ein Dorn)

Nachdem wir unsere Räder mit einem Kärcher reinigen lassen haben geht die Lichtanlage von Wolfgang nicht mehr, wir werden das Problem morgen näher in Augenschein nehmen.

Die provisorische Reparatur meines Z-Trägers mit Kabelbindern (Idee von Schurli) hat gehalten.



Gatsch am Damm

Reisebericht Posted on 20 Sep, 2016 19:47:26

Heute früh war es soweit: Der Herbst ist bei uns in Belgrad angekommen!
16 Grad, geschlossene Wolkendecke, Wind.

Das Rausfahren aus Belgrad war nicht einfach. Es gibt nur eine Brücke über die Donau, 2 Fahrspuren in jeder Richtung und ein Schild, dass hier Radfahrer unterwegs sind, aber leider kein Platz für Radfahrer.

Die Fahrstreifen sind eng, Seitenstreifen gibt es keine und die Geschwindigkeitsbegrenzung wir eher als „nicht weniger als …“ verstanden.

Danach ging es (wieder einmal) einen Damm entlang. Diesmal war aber auf der Flussseite ein Sumpfgebiet mit vielen Wasservögeln. Wir sind alle 3 keine Vogelkundler aber Kormorane, Reiher und Enten waren auf jeden Fall darunter.

Im Reiseführer (wird sind inzwischen bei Band 5 angelangt) steht: Dammweg bei Regen meiden!
Aber das ist ja eher für Beckenrandschwimmer gedacht, für uns gilt das nicht und außerdem hat es ja eh heute früh zu regnen aufgehört… Nun ja, eine Schlammschlacht über eine Strecke von mehr als 30 km war es dann doch und der Dammweg ist generell in schlechtem, holprigem Zustand.

Nun ja, wir haben trotz einiger technischer Probleme unser Ziel Kovin erreicht:
Bei Schurli und mir musste die Gangschaltung freigelegt und gereinigt werden.
Wolfgang musste einen neuen Schlauch und Mantel montieren.
Und schließlich ist noch die Befestigung eines meiner Z-Träger gebrochen.
(Halterung für die Vorderrradtaschen)

Ach ja, und jede Menge streunende Hunde sind uns kläffend nachgelaufen.
(die sind echt lästig hier)

Tag 14:
Wetter: Nach Regen in der Nacht, stark bewölkt.
Temperatur steigt mittags mühsam auf 20 Grad.
Wind seitlich und schräg von hinten, Nachmittags stark auffrischend.

Distanz: 84 km (eigentlich sollten die doppelt zählen!)
Gesamt: 1136 km
Zielort: Kovin



Sightseeing in Belgrad und Belgrad Beach

Reisebericht Posted on 19 Sep, 2016 19:08:26

Obwohl es die Donau entlang einen sehr gut frequentierten Kai mit jeder Menge Unterhaltung gibt ist der wahre Höhepunkt des Strandlebens bei und auf der Sava-Insel Ada Ciganlija.
Man kann das gut mit unserer Donauinsel vergleichen. Wasserschilift, Bungee-Jumping, Kiesstrand und jede Menge Strandlokale.

Hier noch die Highlights unserer 6 Std. Wanderung zur durch das „alte Belgrad“.

Tag 13:
Wetter: Nach Regen in der Nacht, stark bewölkt. Temperatur sinkt.
Distanz: 27 km (ohne Wanderung)
Gesamt: 1052 km
Zielort: Belgrad



Die ersten 1.000 km sind gefahren.

Reisebericht Posted on 18 Sep, 2016 20:17:28

Heute früh mussten wir in Stari Slankamen gleich mal 100 Höhenmeter auf einer Serpentinenstraße hochstrampeln. 4 Spitzkehren auf einer Seehöhe zwischen 120 und 170 Meter würde man nicht unbedingt erwarten oder?

Danach ging es aber nur mehr flach bzw. leicht bergab weiter.
Die ersten 20 km war die Straße nur zur Hälfte asphaltiert, leider unsere Seite nicht, so mussten wir jedem entgegenkommenden Auto auf die Schotterseite hin ausweichen. Am Sonntagvormittag waren es aber nicht arg viele.

Die Zubringerstraße nach Belgrad – vor der im Reiseführer gewarnt wird – war heute auch kein Problem. Wenig Verkehr und so gut wie keine Trucks. Nur die Busse waren ein wenig lästig, aber das kennen wir ja von Zuhause.

In Belgrad haben wir dann kurz vor unserem Quartier noch Mittagspause in einem vornehmen Gasthaus auf einer Klippe über der Donau gemacht und dann auf der Uferpromenade unser 1.000 km Foto aufgenommen.

Das Quartier ist wieder sehr gut, unmittelbar an der Donau in einer Gegend mit vielen Uferlokalen die an einem 30 Grad Sonntag im September natürlich überquellen.

Wir haben eine erste Stadtrunde gemacht und werden morgen unser touristisches Programm fortsetzen.

Tag 12:
Wetter: leicht bewölkt, Temperatur noch immer über 30 Grad
Distanz: 67 km
Gesamt: 1025 km
Zielort: Belgrad



Wovor fürchtet sich Novi Sad?

Reisebericht Posted on 17 Sep, 2016 18:34:43

Heute haben wir uns ein Frühstück bei McDonalds im Zentrum von Novi Sad gegönnt. Da wir für letzte Nacht ein Apartment gemietet hatten, hätten wir sonst selbst Frühstück machen müssen.

Den Vormittag über haben wir uns mit der Festung Petrovaradin beschäftigt. Eine beeindruckend große Anlage. Wir haben uns gefragt wen man hier so sehr gefürchtet hat, dass eine so riesige Anlage nötig war? (Vielleicht kann ein geneigter Leser uns da auf die Sprünge helfen)

Der nächste Ort war dann Sremski Karlovici. Hier reiht sich Kirche an Kirche. Wir haben gelesen dass das hier das religiöse Zentrum der serbisch-orthodoxen Kirche ist (oder war?)

Nach Sremski Karlovici ging es erst mal für mehr als 5 km steil bergauf. (bis zu 8% Steigung) Das mit den Steigungen haben wir ja schon recht gut drauf, die enge Strasse mit schlechten (aufgeworfenen) Rändern und der starke Verkehr waren nicht so lustig.

Wenn schon ortodox dann gleich auch das Kloster Krusedol – haben wir uns gedacht und haben diesen Umweg mit in unsere Stecke eingebaut. Krusedol ist einen Umweg wert, auch wenn wir wegen unserer Radkleidung nur bedingt willkommen waren. Hier sind auch für Herren lange Hosen erwünscht.

In Maradik (10 Scheunen weiter) hatten wir einen Mittagsimbiss. Er sah aus wie ein Pizzastück, war aber aus Blätterteig – mit 1A Füllung – aber halt fett, fett fett.

Den Rest des Nachmittags und den Abend verbringen wir jetzt wieder an der Donau in Stari Slankamen.
Wir haben hier das urige Wirtshaus „Acumicum“ gefunden.

Tag 11:
Wetter: durchgehend bewölkt, sehr hohe Luftfeuchtigkeit, einzelne Regensprtzer Temperatur um 30 Grad
Distanz: 59 km
Gesamt: 958 km
Zielort: Stari Slankamen



Der Nationalpark mit 1.500 Höhenmetern

Reisebericht Posted on 16 Sep, 2016 18:57:08

„Über 7 Berge musst Du gehen“ heißt es in einem alten Schlager … wenn es doch nur bei 7 geblieben wäre!

Der Nationalpark Fruska Gora hat uns geschafft: Er liegt so zwischen 135 und 500 Metern hoch, mit den mehr als 20 Anstiegen sind wir aber auf gut 1.500 Höhenmeter bei 45 km Streckenlänge gekommen.
Das Gepäck das man auf großer Reise mit hat hängt da wir Blei am Drahtesel!

Wir wussten es ja schon vorher: Kein Shop, kein Kaffee, keine Raststation nur Natur pur. Wir hätten ja vorher noch was einkaufen können, aber aus unerfindlichen Gründen war uns dieser Einfall nicht gegönnt.

Dieser Nationalpark ist ein Bergwald, ein 100% Laubwald mit vielen Eichen, und Ahorn. Nach 2/3 der Strecke sind wir bei einem Rastplatz auf eine Gruppe gestoßen die den Schlüssel zu einem Forsthaus hatte, so konnten wir wenigstens unsere Wasservorräte auffüllen.

Der Park wird sichtlich gut angenommen, es gibt jede Menge Rast-/Grillplätze die – zumindest am Freitagnachmittag mit Sonnenschein und 30 Grad – gut besucht sind.


Die Abfahrt vom Nationalpark nach Novi Sad auf einer mehrspurigen Strasse war dann ein hit – über mehrere Kilometer bergab, da konnten die Bremsen so richtig glühen. Störend waren nur die vielen Trucks in der Stadteinfahrt die eher rücksichtslos unterwegs sind.

Tag 10:
Wetter: Sonnenschein: 29 Grad im Wald, 34 Grad in der stadteinfahrt um 16:00
Distanz: 68 km
Gesamt: 899 km
Zielort: Novi Sad



Landstraße, Landstraße, Landstraße

Reisebericht Posted on 15 Sep, 2016 20:01:32

Die LKW-Fahrer in Kroatien sind ähnlich daneben wie die in Österreich:

Tempolimit: Nicht für uns !
Seitenabstand: Was ist das ?
Radfahrer: Noch nie gesehen !

Also, heute sind wir und einige andere langsame Verkehrsteilnehmer den ganzen Tag auf der Landstraße unterwegs gewesen.
Gut beschildert, moderat bergauf und bergab, Kaffeehäuser ausreichend oft, nur das mit den Autos und Bussen und LKWs auf der gleichen Straße hätte nicht sein müssen.
Auch die Donau haben wir zeitweise gesehen – alle unsere Pausen haben wir am Donauufer genossen und interessante Gespräche mit „mäßig pigmentierten Ortsansässigen“ (Kroaten und in Kroatien lebende) geführt.

Den alten Wasserturm von Vukovar lassen die Kroaten als Denkmal so stehen.
Die Serben haben mit 7600 Schüssen den Turm nicht umpusten konnen, sowas feiert man halt.
Für mich zählt mehr das Bild mit dem Stoppschild:
Hört auf mit sinnlosen Kriegen! oder:
Wem hat ein Wasserturm was getan?


Die Gegend hier liegt um einiges höher als die Donau und jeder Zufluss hat seinen eigenen Taleinschnitt gegraben und so sind wir laufend bergab und dann wieder bergauf gefahren und haben so jede Menge Höhenmeter gemacht.

Das Ende unserer Tagesstrecke hat uns in Ilok (an der Grenze zu Serbien) in das Weingut „Stari Podrum“ geführt.
EIN GOLDGRIFF!! Gute Weine, super Zimmer und ein 1A Abendessen!
Ihr könnt ruhig vor Neid erblassen.

Dass unsere Radtouren außer mit Radfahren auch mit Genuss zu tun haben können wir inzwischen ja nicht mehr verheimlichen.
Ihr könnt Euch ja fürs nächste Mal eine Teilnahme überlegen.

Tag 9:
Wetter: Sonnenschein: 35 Grad um 13:37
Distanz: 81 km (schon wieder)
Gesamt: 831 km
Zielort: Ilok



Dämme, Sümpfe, Wasservögel und Frösche

Reisebericht Posted on 14 Sep, 2016 19:29:22

Am Beginn und am Ende des Tages hatten wir richtige Straßen unter den Rädern.

Den Rest des Tages haben wir wieder auf Dämmen und auf Waldwegen verbracht.

Unser heutiges Ziel war Osijek und da gab es außer der Standardroute auch eine Alternative durch ein Jagtgebiet an der Donau und dann durch den Naturpark Kopački rit.
Das ist hier das größte zusammenhängende Sumpfgebiet Europas. Interessierte finden Details zu den Schutzgebieten hier, auf der ungarischen und auf der serbischen Seite bei Wikipedia:

https://de.wikipedia.org/wiki/Naturpark_Kopa%C4%8Dki_rit

Unsere Mittagsrast haben wir in einem „Jagdhotel“ mitten im Outback gehalten und dabei eine Menge über deutsche Jäger in Kroatien gelernt. Wieviel davon „Jägerlatein“ war ist nicht gesichert. Jedenfalls ging es um Hirsche, Wildschweine, gute und schlechte Jäger und um die Big 5.

Je dichter wir nach Osijek und damit an Kopački rit kamen desto mehr Wasservögel bekamen wir zu sehen. Parallel zur Anzahl der Vögel stieg auch die Anzahl der Frösche die vor uns vom Weg sprangen.
Tausende winzig kleine grasgrüne Frösche.


Unseren Nachmittagskaffee hatten wir bei der Rezeption des Naturparks.

In Osijek hatten wir wieder kein Zimmer vorab gebucht, weil ein Zimmer hier ja sicher kein Problem ist. War es dann aber doch – wir konnten einfach kein Hotel oder Pension finden. Als wir schließlich vor einem eher vornehmen Hotel standen haben wir Wolfgang zum Verhandeln geschickt.
Er war recht erfolgreich, hier seine eigenen Worte:
Von urschrünglich 100 € für ein 3–Bettzimmer habe ich nach 3 Verhandlungsrunden (was wollen sie zahlen…) 3 Einzelzimmer mit Frühstück um je 25 € bekommen.
Schurli’s und mein Kommentar: Wir haben schon gewusst wen wir da zum Verhandeln schicken!

Tag 8:
Wetter: Sonnenschein und ein klein wenig kühler: 34 Grad um 14:00
Distanz: 99 km (schon wieder)
Gesamt: 750 km
Zielort: Osijek



Schlammschlacht mit Wildschweinen

Reisebericht Posted on 13 Sep, 2016 22:18:08

Der heutige Tag war von 2 Themen geprägt:

1. Fahren am Damm
2. mit den Wildschweinen im Schlamm des Donau Drau Nationalparks.
Ach ja, und dann wieder fahren am Damm.

Das Wetter war heute wieder sonnig und heiß bis am Nachmittag (wir hatten gerade unseren Nachmittagskaffee in Baja) Wolken aufkamen und leises Donnergrollen zu hören war.
Bis der Regen dann wirklich kam war es ½ 7 und wir längst in unserem Quartier in Mohacs.

Aber alles mal der Reihe nach:
Zuerst mal Damm, Damm und wieder Damm. Heute mit gutem Schotteruntergrund und teilweise asphaltiert. Zum Teil auch als Autostraße freigegeben oder zumindest so benutzt.


Unterhalb von Fajsz haben wir die Donau über eine Autobahnbrücke gequert um auf der rechten Donauseite den Nationalpark zu erreichen. Wieso der Drau Donau Nationalpark heißt hat sich uns nicht erschlossen, die Drau mündet ja erst unterhalb von Osjek in die Donau.

Recht gut erschlossen ist der Nationalpark noch nicht, alle Informationen gibt es ausschließlich in Ungarisch. Das einzige Infozentrum liegt auch nicht auf der Zufahrtsstrecke vom Donauradweg kommend sondern 5 km querab. Wie Ihr sicher schon vermutet habt führt der Hauptweg einen Damm entlang.

Wir sind dann auf einen beschilderten Wanderweg abgebogen und durch dichten Wald und entlang stehenden Gewässern gefahren. Leider werden diese Wege auch von Forstfahrzeugen benutzt, die wirklich tiefe Furchen in den weichen Auboden ziehen.

Diese aufgeweichten Stellen lieben auch die hier zahlreich vertretenen Wildschweine, die laut quiekend gegen unsere Anwesenheit protestierten.

Dieses Mal haben wir unser Quartier nicht über das Internet gebucht, sondern in altbewährter weise nach Pensionen gesucht. Der Sohn des Wirtes – bei dem wir angefragt haben hat uns dann durch den halben Ort zum Hotel der Tante gelotst. Wieder mal ein super Quartier, das Abendessen hat vor allem Wolfgang , aber auch Schurli und mir sehr gut geschmeckt.

Tag 7:
Wetter: Sonnenschein und Wolken am Nachmittag
Temperatur laut öffentlicher Anzeige in Baja: 37 Grad
Distanz: 99 km
Gesamt: 651 km
Zielort: Mohacs



Die Kaffeehaussuche

Reisebericht Posted on 12 Sep, 2016 20:12:20

Zitat Wolfgang:
„Jetzt weiß ich wie schnell Ihr fährt, wieviel Pausen Ihr macht, wo es lang geht und dass der sogenannte Morgenkaffee erst um 17:30 serviert wird“


Unsere erste Abfahrt zu 3.

Drei Reiligionen brauchen drei Kirchen. ( Katolisch, Reformiert und Serbisch-Orthodox)

Es war wirklich verhext heute: Kurz nach unserem Aufbruch (das Frühstück war heute gut und viel!) war uns klar: die nächste Gaststätte/Buffet hat unseren 2. Kaffee.
Aber außer ein paar unappetitlichen Schnapsbuden war einfach nichts zu finden. Um 10:00 nicht, um 11:00 Uhr nicht, …. Dann endlich um 14:00: eine richtige Gelateria (mit Segafredo Schild).
Eine fesche junge Ungarin meine aber nur: „Sorry we are closed“

Unseren Kaffee haben wir dann am Abend in unserem Zielort Kalocsa in der Fußgängerzone getrunken.

Das heutige Quartier ist wieder 1A und nach einer Rundfahrt durch die Innenstadt und zur Kathedrale haben wir „zuhause“ gut abendgegessen.

Hier noch Eindrücke vom Tag:
Weite Strecken unseres heutigen Weges haben uns entlang den Hochwasserdämmen geführt. Teilweise Grasbewachsen mit schmalen Spurrinnen. (2 mal 7 Kilometer)
Richtig anstrengend zu fahren, denn besonders mit dem Gepäck tendieren die Räder zum „schlängeln“.




Die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit waren heute auch wieder sehr hoch, unsere Fahrradcomputer zeigen Temperaturen bis 38 Grad an (in der Sonne, auf Asphaltwegen)

Tag 6:
Wetter: Sonnenschein (~38,38 Grad in der Sonne)
Distanz: 104 km (Inklusive Sightseeing)
Gesamt: 552 km
Zielort: Kalocsa



Hurra, jetzt sind wir 3!

Reisebericht Posted on 11 Sep, 2016 21:20:13

Heute Morgen hat unser Lieblingsquartier noch einen draufgesetzt:

Wir hatten beim Buchen „Frühstück“ angekreuzt. Die Dame von der Rezeption sagte auf unsere Frage nach Frühstückeinfach nur „no breakfast“ und setzte Ihre Unterhaltung mit Ihrer Kollegin fort. Neben der Empfangstheke stand zwar eine Kaffeemaschine aber offensichtlich nicht für uns.

Unser abschließendes Urteil: Saftladen!!!

Eine OMV Tankstelle am Weg zum Busbahnhof hatte schließlich Verständnis für unserem zu niedrigen Koffeinpegel und servierte uns Kaffee, Kuchen und performantes Internet.

Eine Sightseeingtour durch die Budapester Innenstadt füllte die Zeit bis zur Ankunft des Busses mit Wolfgang an Board.

Unterwegs sind wir an einer Remise der Budapester Strassenbahnen vorbeigekommen:

Es gibt aber auch ganz moderne Garnituren:

Die Budapester Fußgängerzone am Sonntagvormittag

bei strahlendem Sonnenschein kann etwas.

Alle Geschäfte sind geöffnet, die Straßencafés sind voll und die Kellner ähnlich daneben wie in allen Fremdenverkehrsorten.

Wolfgang kam pünktlich an und wir machen uns auf den Weg zum Donauradweg.

Unterhalb von Budapest ist es eher still und gemächlich. Schöne Häuser, gepflegte Gärten und Ruhe.

Damit dauerte es auch bis wir eine Gaststätte gefunden haben.

Im Buffet vom Tennisplatz gab es Getränke und Langos in einem Dutzend verschiedener Varianten.

Unser Quartier in Räckeve haben wir heute erst kurz vor 18:00 erreicht.

Einstufung: Klein aber fein (3. Bett in einem 2-Bettzimmer). Dieses mal wieder mit Frühstück und einem sehr aufmerksamen Wirt.

Wolfgangs Kommentar: “Danke daß Ihr mich vom Busterminal abgeholt habt und ich nicht den Weg suchen mußte!” (Das hat er sich gleich eine Einladung kosten lassen!)

Tag 5:
Wetter: Sonnenschein (~30,72 Grad)
Distanz: 75 km (Inklusive Sightseeing)
Gesamt: 448 km



Von Esztergom nach Budapest

Reisebericht Posted on 10 Sep, 2016 19:52:17

Kurz nach Esztergom kommt ein 90 Grad Donauknie und dann schlängelt sich die Donau zwischen 2 alten Hügeln (Bergen) durch.

Kurz von dem Knie haben wir mit einer Fähre die Donauseite von rechts nach links gewechselt. Hier ist schon auf beiden Seiten Ungarn. (Das slowakische Ufer endet in der Gegend von Esztergom).

An Visegrad, das am rechten Ufer liegt, fahren wir vorbei, haben aber guten Blick auf die Ruinen von Schloss und Burg. Visegrad ist auch wieder so eine Römer und Türken und ungarische Könige Stadt.
In unserem Radführer steht eine Menge wissenswertes darüber, im Detail Interessierten empfehle ich aber Wikipedia und Google.

Da wir in Vac die Fähre zurück aufs rechte Ufer knapp versäumt haben haben wir den Hauptplatz von Vac zu unseren „MUST SEE“s hinzugefügt … Ist wirklich nett hergerichtet.

In Szentendre haben wir die Hälfte vom Pflichtprogramm erledigt – dann war es einfach zu heiß und die verbleibenden Kilometer zu viele. Die Reisebüros kennen Szentendre und führen in den engen Gassen Ihr Standardprogramm auf.
Menschen, Menschen, Stände mit Souvenirs und Geschäfte mit Souvenirs. Ach ja Essen und Trinken habe ich vergessen.

Von Szentendre bis Budapest ist das Ufergelände sehr belebt.
Es spielt sich hier an Spätsommer Wochenenden so richtig was ab.
Teilweise haben wir absteigen und das Fahrrad schieben müssen weil es einfach kein Durchkommen gab.

In Budapest selbst sind wir die Insel nahe dem Zentrum abgefahren,
es ist wie im Prater hier
Es gibt hier derzeit zwar auch viele Baustellen, aber das wird richtig schön.

Jetzt ein wenig Budapest Standard Fotos:

Unser Quartier haben wir ein Stück außerhalb gebucht, das schlechteste bisher – aber immer noch akzeptabel. Was wir bei der Buchung nicht sehen konnten: dieses „ein Stück außerhalb“ liegt hinter 7 Hügeln. Wir hatten damit noch einige Bergwertungen zu nehmen.

Morgen kommt Wolfgang mit dem Bus nach Budapest und wir werden dann zu dritt die rechtlichen Kilometer in Angriff nehmen.

Tag 4:
Wetter: Sonnenschein (~30,3 Grad)
Distanz: 105 km (Inklusive 7 Bergen)
Gesamt: 371 km



Von Komarom nach Esztergom

Reisebericht Posted on 09 Sep, 2016 20:44:23

Also gleich mal vorweg:
Die Beschilderung der Radwege ist hier 1A – kein Vergleich mit gestern.

Von Komarom weg sind gleich mal rechts weg in die Hügel nach Tata gefahren.
Wir sind heute um 07:00 ohne Frühstück aufgebrochen und nach 20 km haben wir in Tata ganz vornehm gefrühstückt.
Tata ist sehr schön, die Römer waren schon hier, das ungarische Könighaus wusste die warmen Quellen zu schätzen und uns hat es auch gut gefallen.
Zum Anfreunden ein paar Bilder:

Von Tata zurück an die Donau ging es über einen grösseren Hügel,
auf dem es ein Weingut “Hilltop” gibt.
Sturm gab es noch keinen und den Wein haben wir icht probiert,
aber das Wasser und die Aussicht waren gut.

Bis Esztergom verlief der Radweg entlang der Hauptstrasse und nur zum Teil als eigener Fahrstreifen.
Unser Mittagessen hatten wir in deinem Dorf an der Donau namens Tat.
(Eine Menge Kilometer um ein “a” wegzukriegen)

In Esztergom, das eine schöne Altstadt und eine grosse Kathedrale hat
ist dieses Wochenende Mittelalterfest
und so hatten wir am Nachmittag einiges zu sehen.

Da das WLAN in unserem heutigen Quartier nicht das Gelbe vom Ei ist muss ich Euch die weiteren Bilder vorenthalten.

Ausser unserer Herbergsuche mit Hindernissen gab es heute keine besonderen Vokommnisse.

Tag 3:
Wetter: Sonnenschein (~30 Grad)
Distanz: 86 km (Inklusive komplexer Herbergsuche)
Gesamt: 266 km



Von Samorin(SK) nach Komarom (HU)

Reisebericht Posted on 08 Sep, 2016 20:40:31

Nachdem wir Stück unterhalb von Bratislava auf der linken Donauseite übernachtet haben war die Entscheidung für die linke Donauseite einfach.
Im Tourenbuch gab es zwar einen Hinweis auf eine Fahrverbotszone kurz vor dem Kraftwerk Gabcikovo aber das haben wir nicht sonderlich ernst genommen. Nach 2 km Umweg und 100 m nach dem geschlossenen Schranken wieder zurück am Damm haben wir uns doch ein wenig geärgert ….

Beim Kraftwerk hätten wir auf die rechte Donauseite wechseln können, wir sind aber links geblieben … und das eine wirklich schlechte Entscheidung !!
Ab hier gab es nur mehr schlechte, sehr schlechte und ganz und gar schlechte Schotterwege.

Schöne runde kleine Donaukiesel 1/4 Meter hoch aufgeschüttet – da versinkt man bis über die Felgen. Und das auf einer Strecke von mehr als 20 km, auf einem Europa-Radweg (Nr. 6 vom Atlantik zum Schwarzen Meer).

Ja und die Kennzeichnung der Radweges ist Schrott.
Wir sind uns nicht sicher ob eine glatte 5 oder ein NICHT BEURTEILT geben sollen. Was nicht existiert kann man ja eigentlich auch nicht beurteilen oder?

Ja, es gab 2 oder 3 Schilder, aber nur an Stellen an denen man sie
sicher nicht braucht (weil es eh nur geradeaus weiergeht)
Ohne unseren Radführer hätten wir uns schwer getan auf Zielkurs zu bleiben.

Es gibt hier auch 1-Schild Schilderwälder:
Für Tipps was hier mitgeteilt wird sind wir dankbar.

Das Mittagessen (Gyros) war 1A.

Die Sonne hat es auch gut gemeint mit uns – bis zu 36 Grad am Radweg in der Sonne.
Zumindest ich (Gerhard) war am Abend streichfähig.

Kaum in Ungarn haben wir uns als Abendessen ein Gulasch gegönnt.
Es war gut, hatte aber mit dem was wir so unter ungarischem Gulasch verstehen nicht viel zu tun.

WIr haben wieder ein gutes Quartier gebucht und werden morgen seh früh zu unserer nächsten Etappe starten.

Tageskilometer: 95
Gesamt: 180 km



Von Wien nach Samorin (bei Bratislava)

Reisebericht Posted on 07 Sep, 2016 20:22:32

Ein guter 1. Tag war das heute.

Frühstück bei uns.
Abfahrt bei Hochnebel und moderater Temperatur.
Ab Hainburg Sonne.

Wie es sich gehört hat mein Fahrrad Computer auf Höhe Donau-Oder-Kanal angemerkt das die Batterie am Ende ist. Ich wollte ja eigentlich eine Ersatzbatterie mitnehmen aber irgendwie hatte ich das dann doch vergessen.
Keine Angst: Ich habe inzwischen eine neue Batterie und die Tageskilometer sind auch gesichert und die Welt kann sich also ruhig weiterdrehen.

Ca. 85 Km haben wir heute bei wenig Wind gemacht.
In Hainburg haben wir Mittag gegessen, in Bratislava die Altstadt besucht, Batterien gekauft und Eis gegessen und dann sind wir bis Samorin weitergefahren.

Unsere übers Internet gebuchte Pension ist recht nett. Für morgen haben wir in Komarom (Ungarn) gebucht. Ob wir das Teilstück bis Komaron links oder rechts der Donau fahren werden wir morgen beim Frühstück entscheiden.

Jetzt noch ein paar Fotos:

Der schnurgerade Damm bei Eckhartsau.

Bratislava

Penzion Tornyos in Samorin



Morgen geht’s los

Reisebericht Posted on 06 Sep, 2016 20:50:18

So, morgen geht es endlich los.

Passenderweise regnet es seit gestern und heute ist es auch richtig kalt geworden. Der Herbst lässt grüßen! Aber es soll ja die nächsten Tage wieder gutes Wetter kommen.

Also, die ersten Eindrücke kommen dann morgen Abend aus Bratislava.